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Toleranz gegen Free-Palestine-Parolen

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Politik ist schon ein undankbares Geschäft. Da biedert man sich so richtig an die muslimische Community an, organisiert Fastenbrechen zum Ramadan im Rathaus, hofiert türkische Bürgermeister aus der Erdogan-AKP, die getötete Hamas-Anführer als „Märtyrer“ bezeichnen. Und dann wird man am Stephansplatz bei der Ansprache zu Europa und zum Song Contest als „Fest des friedlichen Miteinanders“, mit Trillerpfeifen niedergepfiffen und mit „Free Palestine“-Parolen über Megafone angebrüllt.

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig schlug am Europatag so hart in der Realität auf, dass er ungewohnt emotional reagierte: “Wir lassen uns hier nicht wegterrorisieren“, hielt er der aggressiven Menge entgegen. Die süßen 50 Prozent, die die Wiener SPÖ bei der vergangenen Landtagswahl an Migrantenstimmen abgeholt hat, beginnen nun einen unangenehmen Beigeschmack nach Intoleranz und Anti-Semitismus zu entwickeln. Das mundet dem Bürgermeister offensichtlich nicht.

„Wir sind in Europa der Toleranz verpflichtet“, rief Ludwig beschwörend von der Bühne. Es könnte sein, dass viele, die von der Wiener SPÖ aus wahltaktischen Gründen so hofiert werden, die Toleranz gerne als Geschenk annehmen, aber für sich selbst ganz anders darüber denken. Es könnte sogar sein, dass es manche von ihnen als Zeichen der Schwäche deuten. +++