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Klimakleber waren gestern

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Die Klimakleber, die mit Klebstoff oder Zement ihre Hände auf Straßen klebten und so den Verkehr stoppten, haben genervt. Sie haben ihre Aktionen beendet, nun aber erreicht der Widerstand gegen den Gebrauch fossiler Energie ein neues Niveau.

In Berlin hat laut Bekennerschreiben die linke „Vulkangruppe“ mit einem Brandanschlag die Stromversorgung von 45.000 Haushalten für Tage unterbrochen. Ziel dieser „gemeinwohlorientierten Aktion“ gegen ein Gaskraftwerk sei die fossile Energiewirtschaft gewesen, schreiben die Aktivisten. Dies sei ein „Akt der Notwehr und der internationalen Solidarität mit allen, die die Erde und das Leben schützen“.

Die Folge dieser „Solidarität mit allen, die das Leben schützen“ sind 45.000 kalte Wohnungen und Häuser, sind Menschen, die auf Notbetten in Turnsälen ihre Nacht verbringen müssen, und vor allem etliche Krankenhäuser und Pflegeinrichtungen, die tagelang höchstens Notstrom zur Verfügung hatten.

Die Brandstifter haben absichtlich die kälteste Zeit des Jahres gewählt, um den Schaden zu maximieren. Das war im wahrsten Sinn des Wortes eiskalte Berechnung. Und gleichzeitig drohen sie mit einer Ausweitung ihrer terroristischen Akte.

Laut Bekennerschreiben will die Vulkangruppe „alles in Reichweite unserer Möglichkeiten versuchen, dieser imperialen Lebensweise ein Ende zu setzen“. Sie wollen „Fakten setzen“. Das Ausschalten eines Gaskraftwerkes sei Teil dieser Fakten, es könnten aber auch „die fossile Infrastruktur, die Stromnetze, den Raubbau an der Erde, die Serverzentren, die Chipindustrie und deren Zulieferbetriebe, die Automobilwirtschaft und die Rüstungsindustrie, der Flugverkehr, die Villen, die Yachten, die Spaceships und die Golfplätze“ sein. Da dies ziemlich viele Ziele sind, fügen sie dazu: „Wir wissen, wir sind nicht alleine. Wir setzen ein Signal. Einmal mehr, so wie das viele Menschen und Gruppen an unterschiedlichen Orten der Welt tun.“

Der Stromausfall in Berlin könnte also kein Einzelfall bleiben. Vielmehr droht es ein wahrlich kalter und bedrohlicher Vorbote weiterer Straftaten zu werden. Der gegen die Klimakleber leichtfertig verwendete Ausdruck „Klima-Terroristen“ könnte nun ein tatsächliches Problem unserer Gesellschaft werden. Linke Gruppen, die im Namen des Klimaschutzes das Stromnetz, die Chip- und Autoindustrie oder den Flugverkehr angreifen. Als ob die hybride Kriegsführung des Kremls gegen Europa nicht schon genug wäre. +++