Start Siegls Senf Was die Kristallkugel im Kaffeesud für 2026 zeigt

Was die Kristallkugel im Kaffeesud für 2026 zeigt

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Der Jahreswechsel ist oft Anlass, ein Stück weit nach vorne zu blicken. Also habe ich meine Kristallkugel in Kaffeesud getaucht und den Vogelflug darüber beobachtet. Einige Vorzeichen konnte ich darin erkennen, auch wenn weiter der Satz von Horace Walpole gilt: „Erfahrene Propheten warten die Ereignisse ab“.

Trotzdem wage ich nun einige Prophezeiungen für die Innenpolitik im Jahr 2026:

  • Die beiden bedeutendsten Wahlen des Jahres bringen den ersten Wahlsieg für Andreas Babler, der mangels Gegenkandidaten weiter SPÖ-Vorsitzender bleibt, und für die KPÖ, die trotz leichter Verluste weiterhin Graz regieren wird.
  • Auf Bundesebene mühen sich die drei Regierungsparteien weiter langsam die Hügel hinauf und erklären, gute Politik sei eben „kein Sprint, sondern ein Marathon“.
  • „Am Ende des Tages“, wie eine weitere beliebte Polit-Floskel lautet, kratzt die FPÖ in den Umfragen an den 40 Prozent, ohne irgendein neues nennenswertes Konzept für das Land vorgelegt zu haben.
  • Die Regierungsparteien machen so viele kleine Schritte, dass sie innerhalb eines Jahres eine Sprint-Distanz hinter sich bringen. Die Zeit dazwischen füllen sie abwechselnd mit Eigenlob und Appellen an sich selbst, nun endlich „ins Tun zu kommen“.
  • Der Bundeskanzler heißt Ende 2026 weiter Christian Stocker und die Medien spekulieren laufend, wann denn nun endlich Sebastian Kurz und/oder Christian Kern zurück in die Politik kommen.
  • Die Bundesländer gehen aus dem Kampf in der „Reformpartnerschaft“ siegreich hervor und es wird außer einigen wenigen, eher kosmetischen Kompetenzbereinigungen keine große Staatsreform beschlossen.
  • August Wöginger bleibt nach dem Urteil in seinem Amtsmissbrauch-Prozess weiter Klubobmann der ÖVP, was das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik zusätzlich beschädigt.
  • Die Inflationsrate liegt im Durchschnitt des Jahres noch immer bei nahezu 3 Prozent.
  • Weiterhin werden viele Unternehmen ihre Fertigung in Österreich reduzieren oder schließen.
  • Das Budgetdefizit des Jahres 2026 wird „überraschenderweise“ noch immer fast 5 Prozent betragen.
  • Josef Pröll ist das ganze Jahr über froh, nun ÖFB-Präsident und nicht mehr Finanzminister und ÖVP-Obmann zu sein. Zum ersten Mal in seinem Leben ist er Chef eines erfolgreichen Teams.
  • Hans Peter Doskozil wird ob dieser Politik nahezu sprachlos sein.

Und natürlich bin ich bereit, mich am Ende des Jahres wie ein Politiker an der Erfüllung meiner Voraussagen messen zu lassen. Ich prophezeie sogar, eine höhere Quote an richtigen Ankündigungen zu erreichen als die Politik bei der Umsetzung ihrer Wahlversprechen. „Read my lips“. +++