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Die Antwort auf die Frage nach der Ursache für das Elend der Welt

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Gestern Abend in weinseliger Stimmung, nicht ganz ohne fremde Hilfe: plötzlich ein Gedanke, der das Unheil in unserer Welt erklärt.

Ich meine, es geht ja derzeit wirklich ganz schön drunter und drüber rund um den Globus, oder? Coronavirus, Krieg in der Ukraine, Hamas-Terror, Inflation, Ertrinkende im Mittelmeer, Inflation und so weiter, und der orange Typ aus Übersee mit dem Meerschweinchen am Kopf könnte auch wiedergewählt werden. Überall jedenfalls sinnlose Brutalität, Dummheit, Unbill, Sorge, Not und Elend. Außerdem Inflation.

Aber muss das so sein?

An sich natürlich nicht, es fehlt bloß die ordnende Kraft. Früher hatten wir die noch, da zog der famose Superman vom Planeten Krypton seine Warteschleifen über der Welt und stieß wie ein Adler auf die Bösen herunter, sobald seinem Supergehör ein schlimmes Wort zu Ohren kam oder seinem coolen Röntgenblick eine verwerfliche Tat vor das Auge geriet.

Doch seien wir ehrlich: Wann haben Sie Superman zuletzt gesehen?

Eben.

Nicht einmal in den Trafiken scheint er mehr als Comic präsent zu sein. Filme und TV-Serien gibt es auch keine neuen mehr. Der Mann ist total von der Bildfläche verschwunden, von uns gegangen, weg. Ich habe ja den Verdacht, dass er inzwischen inkognito als frustrierter Redakteur bei einer Gratiszeitung in einem Kleinstaat werkt und sein Pseudonym von Clark Kent in Carl Kerl umgetauft hat. Oder so. Stellt sich nun die Frage: Warum wechselt der Mann den schlecht sitzenden Provinzjournalisten-Anzug nicht endlich wieder einmal gegen seine blaurote Superkluft, zischt los und bringt die Welt in Ordnung?

Ich weiß die Antwort. Gestern Abend beim sechsten oder siebten Glas Guinness in meinem Lieblingsbeisl, dessen Identität ich Ihnen natürlich nicht verrate, fiel sie mir ein. Ihnen hätte das allerdings eigentlich auch auffallen können, aber gut. Bleibt der Job, es aufzudecken, halt wieder einmal an mir hängen:

Die Mobilfunkanbieter sind schuld.

Eh klar – seit die Handys es zu flächendeckender Verbreitung gebracht haben, braucht kein Mensch mehr Telefonzellen. Sie sind aus unseren Straßenbildern total verschwunden, ohne dass wir das im Detail bemerkt hätten. Gehen Sie mal raus und suchen Sie eine. Sie werden schon sehen.

Und jetzt frage ich Sie: Wo, bitte schön, hat Superman sich immer umgezogen?

Alles klar, oder?

Keine Telefonzellen, keine Privatspähre beim schnellen Kleiderwechsel, keine Superman-Einsätze mehr – das ergibt eine Welt in Unruhe und Chaos, eben unsere Welt von heute. Wir sollten wirklich alle vernünftig werden und wieder ein wenig öfter auf die Nutzung unserer Handys verzichten. +++

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