Essen wir gut, geht es uns auch gut. Essen wir schlecht, leiden wir auch körperlich. Zum soeben absolvierten Tag des Gefühls, dem Valentinstag, lohnt es sich, einen Blick aufs Thema Essen und Gefühle zu werfen. Weil der Fritzfood-Fritz gedanklich nach wie vor abwesend ist, wird der folgende Text neuerlich vom Verein Land schafft Leben zur Verfügung gestellt:
Was wir essen wirkt sich nicht nur auf unsere körperliche Gesundheit, sondern auch auf unsere Psyche aus. Denn der Darm steht in regem Austausch mit dem Gehirn und beeinflusst unsere Stimmung, unseren Appetit, unsere Gefühle und sogar kognitive Funktionen. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Darmmikrobiom. Das ist eine Gemeinschaft von Bakterien, Viren und Pilzen, die in unserem Darm miteinander leben und interagieren. Wie sich diese zusammensetzen und schlussendlich auf die Psyche auswirken, hängt sehr stark von unserer Ernährung ab. Durch Lebensmittel mit gewissen Inhaltsstoffen explizite Gefühle in sich oder seinem Gegenüber hervorzurufen, funktioniere jedoch nicht, erklärt Maria Fanninger, Gründerin des Vereins Land schafft Leben:
So etwas wie einen ‚Liebestrank‘ gibt es nicht. Es ist vielmehr unser gesamtes Ernährungsverhalten, das sich positiv oder negativ auf unser psychisches Wohlbefinden auswirken kann – und damit im weiterer Folge natürlich auch gewissermaßen auf unser Liebesleben. Dabei sollte man sich vor allem frisch und abwechslungsreich ernähren und Lebensmittel in den Speiseplan einbauen, die dem Darmmikrobiom guttun.
Das sind zum Beispiel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse, fermentierte Lebensmittel wie Joghurt oder Sauerkraut und auch Fisch. Grundsätzlich kann man aber sagen: Sich bewusst Zeit für ein frisch zubereitetes Essen mit Menschen zu nehmen, die einem lieb sind, tut der Psyche immer gut – nicht nur am Valentinstag.
Liebe geht also nicht ausschließlich durch den Magen. Es gibt aber zum Beispiel Lebensmittel, denen unter anderem eine luststeigernde Wirkung nachgesagt wird. Vollständig wissenschaftlich bewiesen ist das allerdings nicht. Die Liste dieser Lebensmittel, wird häufig von weit gereisten Austern, Ginseng oder Avocado angeführt. Österreich hat aber auch regionale Alternativen zu bieten, die unter Umständen so wirken können.
Kürbiskerne zum Beispiel können mit ihrem hohen Zink-Gehalt zur Unterstützung der Libido beitragen. Eine gute Versorgung mit Zink unterstützt nämlich nicht nur den Erhalt der Fruchtbarkeit und einer gesunden Psyche, sondern begünstigt auch einen gesunden Testosteronstoffwechsel. Auch roten Rüben, Walnüssen und Sonnenblumenkernen wird aufgrund ihrer Inhaltsstoffe eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Das ätherische Öl in Ingwer sowie seine Inhaltsstoffe, die für die Schärfe verantwortlich sind, kann ebenfalls durchblutungsfördernd und anregend wirken. +++