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Die Schilfzone am Faaker See

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Eigentlich kennt man Schilfstraßen hauptsächlich vom Neusiedler See ganz im Osten des Landes. Aber im Süden, genauer gesagt in Kärnten, sind die für die meisten Menschen etwas unbekannt Neues. Also: Faaker See.

Das Wasser türkisblau, die Wälder rundherum grün, dazu die Steilhänge der Karawanen vor der Haustüre, so hat sich der Fakir See in unser Gedächtnis geschwindelt, seit wir in unserer Jugend so manchen Sommer dort verbracht haben. Aber er kann eben auch Schilf. An manchen stellen besitzt der kleine See sogar so etwas wie einen eigenen Schilfgürtel. Dort ist er am schönsten – der Faaker See lässt sich dann nämlich paddelnd nicht nur im freien Gewässer erkunden, im Kanu oder Kajak, sondern über den See führt die Fahrt auch auf verschlungenen Wegen durch die dicht bewachsenen Schilfzone. Besonders schön: Diesen Wasserweg entlang blühen ganze Teppiche aus Seerosen in Weiß- und Rosa-Tönen. Fische, Enten und Haubentaucher sind zum Greifen nahe, es herrscht völlige Ruhe und eine fast schon poetische Einsamkeit. Und tatsächlich darf man den Faaker-See-Schildgürtel, anders als die Schilfzonen der meisten österreichischen Seen, auch befahren. Kanu-Guides bieten geführte Touren für Anfänger und Fortgeschrittene an.

Auf dem Weg ins Schilf am Board lässt sich allerlei Schabernack treiben.

Auch aus einer völlig neuen Perspektive lässt sich der See erleben: mit dem SUP-Board nämlich. Stehend gelangt man so an Orte, die für Fußgänger unzugänglich sind, für Schwimmer zu weit entfernt, und für Segler unschiffbar. Der Schilfgürtel im Faaker See als Auslaufzone für SUPs – wohl einer der unbekanntesten Orte Österreichs. +++