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Wie Fritz ein Zwergzebu bearbeitet

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Heute freue ich mich ganz besonders, euch ein Feinschmeckerprodukt der Extraklasse präsentieren zu dürfen. Ein nicht alltägliches Ergebnis traditioneller Landwirtschaft und eines achtsamen Umgangs mit der Natur. Es geht um Rindfleisch. Na und? Ich höre schon die Stimmen, die da jetzt ein bisschen erstaunt und überrascht meinen, was denn daran so besonders sein soll. Lasst es mich erklären.

Das Fleisch feinfasrig, der Geschmack liegt zwischen Kalb und Reh.

Heute geht es um Fleisch vom Zwergzebu. Diese Rinderrasse aus Südasien ist in unserer Gegend nicht sehr verbreitet. Dabei bietet sie doch einige Vorteile. Durch Ihr geringes Gewicht von etwa 280 bis 500 Kilogramm und die geringe Größe eignen sich Zwergzebus sehr gut zur Beweidung der steilen Hänge im schönen Mondseeland. Sie sind robust und können fast das ganze Jahr über im Freien gehalten werden. Dadurch entwickelt sich auch ihre besondere Fleischqualität. Als Bauer braucht man jedoch einiges an Zuversicht, denn bei 280 Kilo Lebendgewicht ist der Fleischertrag naturgemäß nicht sehr üppig.

Das Fleisch ist sehr feinfaserig und der Geschmack liegt zwischen Kalb und Reh. Es ist sehr mager. Ein deftiges Ribeye-Steak im klassischen Sinn liefert so ein Zwergzebu allerdings nicht. Dafür ein hervorragendes gedünstetes Schnitzel im Natursaft von feinster Qualität. Allgemein sollte man sich beim Würzen dieses zarten Fleisches zurückhalten. Salz, Pfeffer und der eine oder andere Zweig von Thymian oder Rosmarin reichen vollkommen. Gulasch ist möglich. Unbeschreiblich gut ist jedoch: die Wade oder ein durchzogenes Schulterstück mit weißer Zwiebel und etwas frischem Majoran langsam in Weißwein gedünstet, ich kann nur sagen: Aaaaaaah!

Faschiertes mit fein gehackter weißer Zwiebel, gehackter Petersilie, Salz, Pfeffer und Dijon Senf würzen, ein rohes Ei dazugeben und gut mischen. Die Hälfte in eine andere Schüssel geben und mit etwas Curry vermengen.

Außerdem habe ich auch eine kleine Anregung für meine holländischen Freunde: Aus der einen Hälfte kleine Laibchen formen und wie gewohnt grillen oder in der Pfanne braten. Aus der mir Curry gewürzten Masse kleine Bällchen formen, in Bierteig tauchen und in Öl schwimmend backen. Eine kleine Anregung an meine holländischen Freunde.

Dazu warmen Kartoffelsalat, Krautsalat oder Gurkensalat, frisch geröstetes Walnussbrot oder einfach nur ein knuspriges Baguette. Auf die üblichen Grillsaucen kann gerne verzichtet werden. Als Durstlöscher ist von Bier über Wein alles passend.

Damit wünsche ich euch wieder einen schönen Sonntag und bleibt mir wohl gewogen,

Euer Fritz