Der Faschingsfritz macht Fischsalat

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    Der Fasching kommt an seinen Höhepunkt. Für viele ist diese sogenannte lustige Zeit ein heiß ersehntes Spektakel, um so richtig in das Vergnügen einzutauchen. Ein Ball jagt den anderen, grell geschminkt und fantasievoll kostümiert wird ausgelassen getanzt, viel gegessen und noch mehr getrunken.

    Aber wie alles Schöne geht auch diese Zeit vorbei – und spätesten am Aschermittwoch kommt für so manchen Feierwütigen der Tag der Wahrheit.  Da sind Kopfwehtabletten und saure Gerichte dann heiß begehrt.

    Beliebt und bedingt hilfreich sind dabei Klassiker wie Teufelsroller, Heringsfilet und alle sauer eingelegten Fischfilets. Das sind schnelle Starthilfen in den Aschermittwoch und helfen einigermaßen leidlich über den Tag.

    Die etwas feinere Art, den Kater zu bekämpfen, sind Fischsalate, am besten selbst gemacht. Wir wollen ja schließlich wissen, was wir essen. Basis für diese Salate ist jeweils eine gute, selbst gerührte Mayonnaise. Vorbei sind die Zeiten, da mit einer Rührschüssel und Schneebesen gearbeitet wurde und so manche Mayonnaise nicht das wurde, was sie werden sollte. Heute geben wir in ein schlankes, hohes Gefäß Eidotter, Estragon- oder Dijon- Senf, Salz, Zucker und Zitronensaft. Mit dem Mixstab verquirlen und unter ständigem Rühren langsam neutral schmeckendes Öl dazugeben, bis die Mayonnaise schön fest ist. Braucht man die Mayonnaise später etwas flüssiger, kann man sie mit verdünntem Essig flüssiger machen.

    Nun einen Apfel schälen und in kleine Stücke schneiden. Etwas Zwiebel in feine Stücke schneiden und mit den Apfelstücken in eine Schüssel geben. Grobe Stücke vom Matjes-Hering, Mayonnaise und Joghurt dazugeben und mit Salz, Pfeffer, Tabasco und Worcestersauce würzen sowie gut durchmischen. Etwas ziehen lassen und nett garniert servieren. Statt dem Apfel passen auch Birnen, Mandarinen oder Grapefruit.

    Gebe ich nun in die Mayonnaise Ketchup, Kren und einen Schluck Weinbrand, mische das Ganze mit gegarten, hochwertigen Schrimps aus dem Glas oder der Tiefkühltruhe, so haben wir einen klassischen Shrimp Cocktail gezaubert. Auf einem Salatblatt in einem Cocktailglas serviert, macht er so richtig was her.

    Bleibt von der Mayonnaise etwas übrig, kann man sie in einem verschlossenen Glas einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Aber Vorsicht, durch die Verwendung von rohem Ei ist die Haltbarkeit stark eingeschränkt. Und wer im Fasching zurückhaltend beim Trinken war, dem empfehle ich ein Glas reschen Weißwein dazu.

    In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Sonntag und bleibt mir wohl gewogen,

    Euer Fritz

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