Start Siegls Senf Zum Lachen oder doch zum Weinen: 2023 als Jahr voller Überraschungen

Zum Lachen oder doch zum Weinen: 2023 als Jahr voller Überraschungen

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Das Jahr 2023 bot uns auch im kleinen Österreich Ereignisse, mit denen wir wirklich nicht gerechnet hatten. Oder hätten Sie etwa zu Beginn des Jahres erwartet, dass

  • alle Parteien in trauter Eintracht zusammenarbeiten, um die FPÖ in den Umfragen auf einen soliden Platz 1 zu hieven, ohne dass diese eine einzige konstruktive Idee in den politischen Diskurs einbringen muss?
  • sich ebendiese FPÖ Ratschläge bei den Taliban holt?
  • die ÖVP Leopold Figls Bitten an die Bevölkerung von 1945 exhumiert, weil ihr sonst nichts mehr einfällt?
  • Bundeskanzler Nehammer die meiste Aufmerksamkeit erzielt, wenn er Ernährungstipps für eine warme Mahlzeit abgibt oder wenn er am Altausseer Kirtag ein Krügerl (gewässertes) Bier auf ex leert?
  • ein neuer SPÖ-Obmann bekannt gegeben wird und man zuerst an eine Satire-Aktion der “Tagespresse” glaubt, weil ein Funktionär nach dem Auszählen die Excel-Spalten vertauscht hat?
  • die SPÖ mit Andreas Babler ganz weit nach links rückt, um die offensichtlich existenzgefährdende Konkurrenz durch die wiedererstarkte KPÖ abzuwehren?
  • Umweltschutzministerin Leonore Gewessler Klimatickets im Wert von mehr als 1000 Euro verschenkt, wenn man sich ihre Klimawerbung auf die Haut tätowieren lässt?
  • Matthias Strolz nach einer Bewusstseinserweiterung in Indien zuerst Musik macht und dann in die Politik zurück will?
  • Zeitungsredaktionen über die Razzia in der eigenen Redaktion berichten müssen, weil sie von Thomas Schmid belastet werden?
  • die größte Corona-Welle aller Zeiten durch das Land rauscht und keinen kümmert es?
  • sich die österreichische „Fridays for Future“-Bewegung von Greta Thunberg distanzieren muss, weil diese offensichtlich der Hamas beigetreten ist?
  • queere Aktivisten für die Palästinenser demonstrieren, obwohl sie im Gaza-Streifen aufgrund ihrer sexuellen Ausrichtung um ihr Leben fürchten müssten?

All das lässt nichts Gutes für 2024 erwarten. Vielleicht sollten wir auf eine möglichst rasche Entwicklung der Künstlichen Intelligenz hoffen, denn die natürliche stößt offensichtlich an ihre Grenzen. Aber wenigstens hat die österreichische Fußballnationalmannschaft Deutschland mit einem soliden 2:0 geschlagen – also ist noch nicht alles verloren.

In diesem Sinn: Prosit 2024! +++

1 Kommentar

  1. Grossartig geschrieben und den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich lebe in einem Zwiespalt – einerseits bin ich froh, dass ich schon 80 bin, andererseits läuft mir die Zeit davon- .

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