Start Fritzfood Fritz friert und brät sich einen Apfel

Fritz friert und brät sich einen Apfel

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Schnee soweit das Auge reicht. Frau Holle meint es dieses Jahr sehr gut mit uns und bedeckt die Landschaft mit einer kräftigen Decke aus luftigem Schnee. Die Weihnachtsmärkte präsentieren sich von der besten Seite und ein Spaziergang im Wald macht Freude.

Aber nach einiger Zeit kriecht die Kälte unter den wärmsten Pullover und man freut sich auf die warme Stube. Zum Aufwärmen gibt es dann viele bewährte Mittel und Getränke, an ein schon oft in Vergessenheit geratenes Gericht möchte ich euch heute wieder erinnern.

An den guten, alten Bratapfel.

Dazu brauchen wir zuerst mittlere, etwas säuerliche Äpfel. Mit einem Ausstecher das Kerngehäuse entfernen und dass entstandene Loch auf der Unterseite mit einem Pfropfen aus Marzipan verschließen. Mit Preislbeer- oder Ribislmarmelade füllen und auf ein Backblech geben. Bei 180 Grad für etwa 25 Minuten ins vorgeheizte Backrohr schieben.

Während die Äpfel braten, stellen wir einen Topf mit etwas Wasser auf den Ofen. Zum Köcheln bringen und eine Rührschüssel darauf geben. In dieser Schüssel 4 Eidotter und 125 Gramm Zucker mit einem Schneebesen schaumig rühren bis die Masse handwarm ist. Immer daran denken: Wenn der Dotter zu warm wird, flockt er aus und die Mühe war umsonst. Ist die Zucker-Dotter-Masse schaumig, ein schwaches Vierterl Weißwein dazugeben und weiter schlagen, bis die Masse wieder eine schöne Bindung hat. Wem das ständige Rühren mit dem Schneebesen zu mühsam ist, der kann natürlich auch einen Handmixer benutzen. Ich finde halt, dass das Geräusch eines Schneebesens viel angenehmer ist.

Damit hätten wir ein schönes Sabayon hergestellt. Zum Verfeinern könnte man nun noch verschiedene Aromastoffe wie zum Beispiel Vanille, Zimt, geriebene Walnüsse, Amaretto, Rum oder Baileys Likör zugeben und je nach Geschmack abrunden.

Nun die fertig gebackenen Äpfel aus dem Rohr nehmen, in einen Suppenteller geben und mit Sabayon übergießen. Dazu einen Lebkuchen und ein Glas Glühwein – und  im Nu ist einem wieder warm.

Damit wünsche ich Euch einen schönen Sonntag und bleibt mit wohl gewogen,

Euer Fritz.

PS.: Ich gehe jetzt Schnee schaufeln. Und das Backrohr ist schon eingeschaltet!

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