Start Siegls Senf Auch wenn es schmerzt: Die FPÖ kann einmal Recht haben

Auch wenn es schmerzt: Die FPÖ kann einmal Recht haben

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Türkisch- oder arabischstämmige Menschen in Österreich legten „durchgehend eine sehr viel stärkere antisemitische Einstellung an den Tag als die österreichische Gesamtbevölkerung“, heißt es im Antisemitismus-Report des Meinungsforschungsinstitutes Ifes. Durchgehend! Na, bravo. Soweit zur „Nur-Ein-Paar-Schwarze-Schafe“-Theorie.

In Deutschland werden von einem Sprecher des Jugendwerkes „Arche“ Sätze wie „Zuerst schneiden wir den Juden die Kehle durch, dann den Schwulen und zum Schluss den Christen“ aus der Zielgruppe kolportiert. Man braucht schon sehr viel Realitätsverweigerung, um zu glauben, solches Gedankengut werde an den österreichischen Grenzen durch wachsame Zollbeamte ferngehalten.

Zu den Ursachen sagt Arik-Brauer-Preisträger Ahmad Mansour in der „Presse“, erstens werde „das Phänomen verdrängt, weil man sagte, wenn wir darüber reden, unterstützen wir die Rechtsradikalen.“ Und zweitens hätten die Präventionsvereine aus dem linken Spektrum fälschlicherweise angenommen, die einzige Ursache für den Islamismus liege in der Diskriminierung der Einwanderer. Auch die Islamverbände ließen sich nicht in die Präventionsarbeit einbinden: „Das ist komplett gescheitert“, so der arabischstämmige Psychologe.

Es ist also hoch an der Zeit, das Phänomen nicht mehr zu verdrängen. Gerade bei etlichen Linken ist in Sachen Israel versus Hamas aber immer noch die Täter-Opfer-Umkehr sehr beliebt – von der Sozialistischen Jugend Wien-Alsergrund bis zur SJ Vorarlberg. Es passt halt nicht so gut zur gedanklichen Wohlfühloase, dass man mit der Willkommenskultur der vergangenen Jahre gewaltbereitere Antisemiten ins Land geholt hat, als es die eigenen Kellernazis in den vergangenen Jahrzehnten je waren. Also wird weiter die Realität verdrängt, um die eigene moralische Lufthoheit nicht zu verlieren.

Man könnte aber auch reagieren wie der Wiener SPÖ-Bezirksrat Götz Schrage, der in einem „Standard“-Kommentar bekannte: „Im Jahr 2015 war ich am Westbahnhof dabei. Jeden Tag! …Besonders um Deutschkurse habe ich mich bemüht…Am Al-Quds-Tag habe ich einige meiner Schützlinge wieder getroffen. Mit zwei Dutzend Wega-Polizeibeamten zwischen uns, aber dafür kam das „Kindermörder Israel“ praktisch akzentfrei.“ Es wird Zeit, sich wie Götz Schrage der unbequemen Wahrheit zu stellen, auch wenn man damit einmal der FPÖ recht geben muss. So schmerzhaft es für viele ist. +++

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