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Fritz, der Suppentopf und so weiter

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Gestern war es endgültig soweit – über Mondsee wehte ein Oktoberlüfteerl, wölken zogen vorbei, also habe ich, nun aber wirklich, den Herbst eingeläutet.

Zum einen war ich nach längerer Zeit wieder am Wochenmarkt.  Beim Metzger meines Vertrauens. Bei ihm kaufte ich ein Stück Schulterscherzl, ein Stück Siedefleisch, Fleisch- und Markknochen und ein kleines Stück Leber. Am Gemüsestand erwarb ich noch passendes Gemüse für eine Suppe und Lungauer Eachtlinge. (Für die, die sich nicht auskennen: Lungauer Eachtlinge, das ist eine Kartoffelsorte.)

Wieder zu Hause angekommen, stellte ich die Kartoffeln auf den Herd. Die Fleischknochen blanchierte ich kurz im kochenden Wasser, dann stellte ich sie in kaltem Wasser auf den Herd. Als alles zu sieden begann, legte ich noch das Siedefleisch und das Stück Schulterscherzl dazu. Gewürzt mit Pfefferkörnern, Lorbeerblättern, Nelken und Muskat konnte das Rindfleisch jetzt köcheln.

Danach habe ich mit viel Freude meinen Kachelofen mit Holz bestückt und das Feuer entfacht. Regen und Kälte sind angesagt und so ein warmer Kachelofen steigert das Wohlbefinden ungemein.

Nach gut  einer Stunde Kochzeit legte ich noch das Gemüse und ein Kräutersträußchen – bestehend  aus Petergrün, Liebstöckel, Majoran, Thymian und Ysop – in die Suppe. Auch das Salz kommt erst jetzt hinein.

Eine gute Stunde später war es so weit. Ich nahm das Fleisch aus der Suppe und gab es in eine Schüssel mit kaltem Wasser. Die Karotten und Petersilwurzeln gab ich zum Abkühlen auf einen Teller und seihte die Suppe in einen anderen Topf.

Das Siedefleisch, in kleine Würfel geschnitten und mit dem Gemüse und den Suppennudeln gemixt, gibt für den Abend dann einen wunderbaren Suppentopf.

Einen großen Teil der Suppe habe ich noch sehr heiß in Gläser gefüllt, verschlossen und auf den Kopf gestellt auskühlen lassen. So ist die Suppe über Wochen im Kühlschrank lagerfähig.

Für heute mache ich mir das Schulterscherzl in der Suppe warm. Dazu gibt es Röstkartoffel und Semmelkren. Bei diesem Wetter ein Genuss. Das restliche Fleisch fülle ich mit etwas Suppe in einen Becher und friere es ein. Eine kleine Reserve für  schlechte Zeiten schadet nie.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Sonntag und bleibt mir wohl gewogen,

Euer Fritz.