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Es steinpilzt bei Fritz

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Die starken Regenfälle der vergangenen Tage und nun die Wärme, perfektes Schwammerlwetter. Jetzt sprießen sie wieder, vielfältig in Wuchs und Aussehen, wohlschmeckend oder nicht sehr bekömmlich. Manche sogar giftig und ungenießbar. Die Schwammerl.

Heute geht es um den König der Pilze, den Steinpilz. Unbestritten der Liebling der Schwammerl-Genießer. Wenn man dann noch das Glück hat, sie nach intensiver Suche im morgendlichen Wald selbst zu ernten, schmecken die Pilze gleich noch einmal so gut. Wobei man sich auf das Ernten der knackigen, festen Pilze beschränken sollte. Ist die Kappe schon zu weit geöffnet und der Stiel schon etwas weich, dann lasst sie an ihrem Platz, liebe Fritzfood-Leser und -Leserinnen! Sie sind dann nämlich nicht mehr wirklich gut und die Bewohner des Waldes werden es euch danken.

Auch für den Steinpilz gilt: nicht waschen. Schon beim Ernten sauber abschneiden und mit einem Pinsel oder einer weichen Bürste reinigen. Beim Suchen empfiehlt sich ein Korb oder ein Stoffbeutel. Nicht geeignet sind Plastiktüten. Die Schwammerl fangen schnell an zu schwitzen und vergammeln sehr schnell.

Ein leichtes und schnelles Gericht ist Gebratener Steinpilz auf Salat: Den Salat marinieren, auf einen Teller oder in eine Schüssel geben und scharf angebratene Steinpilzescheiben dazugeben. Etwas deftiger wird es, wenn man Speck- und Schwarzbrot mitröstet.

Dazu Steinpilze in kleine Stücke schneiden, mit Zwiebelwürfel und Knoblauch anrösten, ein Ei dazuschlagen, mit Salz, Pfeffer und gehackter Petersilie würzen und auf einer Scheibe getoastetem  Schwarzbrot servieren. Köstlich. Und einfach zu machen.

Auch in Rahmsauce schmecken die Steinpilze wunderbar. Für diese Zubereitungsart könnt ihr bei den Eierschwammerl Rezepten nachschlagen.

Steinpilze eignen sich auch ganz besonders zum Einfrieren. Die geschnittenen Steinpilze locker in Tiefkühlbeutel geben und flach aufgelegt einfrieren. Vor der Verarbeitung nicht auftauen. Sie würden matschig,  geschmacklos und bitter werden.

Eine ganz spezielle Art der Konservierung ist das Einlegen in Essig oder Öl. Dazu die gereinigten Pilze in nicht zu dünne Scheiben schneiden und in einem Sud aus verdünntem Weinessig, Lorbeerblättern, Pfefferkörnern und Senfkörnern kurz aufkochen und dann etwa eine Viertelstunde ziehen lassen. Die Steinpilze aus dem Sud nehmen und in Gläser füllen. Nun kann man je nach Gusto den Sud oder Olivenöl zum Auffüllen nehmen und die Gläser verschließen.

Statt die Steinpilze im Sud zu pochieren, kann man sie auch scharf anbraten, in ein Glas geben und mit hochwertigem Olivenöl auffüllen. So machen die Steinpilze auch im Winter noch viel Freude.

In diesem Sinne einen schönen Sonntag und bleibt mir wohl gewogen. Vielleicht trifft man sich ja später am Tag am Dorffest in Zell am Moos …

Euer Fritz