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Der steirische Backhendlsalat-Fritz

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Hilfe, die Temperatur steigt wieder über 20 Grad. Ganz plötzlich und unerwartet, obwohl – der Wetterbericht hat das vorhergesagt. Aber wer glaubt schon einem Wetterbericht. Wie dem auch sei, es wird Zeit, die Ernährung von kräftig und deftig wieder auf leicht und luftig umzustellen. Zum Beispiel auf einen steirischen Backhendlsalat.

Dazu organisieren wir ein hochwertiges Huhn. Brust und Keule von der Karkasse lösen lösen und die Haut entfernen. Auch bei der Keule lösen wir die Knochen vom Fleisch. Das Fleisch auf einen Teller geben und mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Worcestersauce würzen. (Übrigens, ihr wisst ja sicher, meine lieben gebildeten Leserinnen und Leser, wie man das ausspricht, nämlich ungefähr so: Wuster-Sauce.) Jedenfalls, etwas durchkneten und ziehen lassen.

Aus den Knochen und der Haut lässt sich mit viel Suppengemüse ein wunderbarer Fond ziehen. Damit könnte man zum Beispiel ein leichtes Spargelrisotto aufgießen. Oder vielleicht auch eine geeiste Spargelsuppe?

Nun aber Mehl und verrührte Eier in je einen Teller, Semmelbrösel mit grob gehackten Walnüssen und Kürbiskernen vermischen und die Fleischstücke panieren. In einer Mischung aus Rapsöl und Butterschmalz zügig backen und zum Abtropfen auf Küchenkrepp legen.

In eine Salatschüssel geben wir alles, was der Garten zu dieser frühen Jahreszeit schon zu bieten hat. Blattsalat, Babyspinat, Rucola, Radieschen, Giersch. Dazu klein geschnittenen, kurz blanchierten Spargel, alles nach Lust und Laune.

Für die Marinade nehmen wir scharfen Senf, Joghurt, Sauerrahm, Mayonnaise, geriebene Zitronenschale, Salz, Pfeffer und Kernöl. Mag jemand kein Kernöl, dann kalt gepresstes Oliven- oder Rapsöl. Alles mit dem Stabmixer zu einer cremigen Marinade mixen und unter den Salat  mischen.

Dazu passt ein würziger Gemischter Satz aus den Weinbaugebieten unserer schönen Wiener Weinberge. Oder ein Weißburgunder aus der Steiermark. Oder auch beides.

Man könnte das Ganze aber auch in einen Korb packen und an einem schönen Plätzchen mit ein paar Freunden ein Picknick veranstalten. Falls Ihr dazu ein paar zusätzlichen Anregungen wollt, klickt einfach in meine letztwöchige Kolumne rein und lest nach.

In diesem Sinne einen schönen Sonntag und bleibt mir wohl gewogen,

Euer Fritz.

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Fritz Neuwirth ist im westlichen Salzkammergut fast so etwas wie Kult. Jahrelang war er Betreiber der beliebten Marktmetzgerei am Mondseer Hauptplatz. Dann kam die Pandemie und das Wirt sein hörte auf, ihn so richtig zu freuen. Jetzt bloggt er als Kulinarik-Experte auf such*stuff.