Start Austria Unknown Das Stubenberghaus am Schöckel

Das Stubenberghaus am Schöckel

83
0
Das Stubenberghaus am Grazer Hausber Schöckel – der Nebel bleibt unten, die Sonne scheint oben.

Oben die Sonne, unten der Nebel – eine klassische Inversionswetterlage am Schöckel, dem Hausberg der Grazer. Einen Hausberg, so etwas haben viele Städte. Allen voran Innsbruck mit seinem Hafelekar – aber das ist ohnehin weltberühmt. Oder Salzburg mit dem Untersberg, der ja auch ziemlich bekannt ist, nicht erst seit dem jüngsten Höhlenunglück samt weltweiter Aufmerksamkeit und TV-tauglicher tagelanger Bergung des verunglückten. Dass jedoch auch Graz, die steirische Landeshauptstadt, so etwas wie einen Hausberg hat, und dass auch dort eine Seilbahn hinauf führt, mit der man über die Wolken hinaus gondeln kann, das weiß kaum jemand.

Schöckel Frühling Start in die Saison die ersten Almblumen blühen

Der Schöckel ist kein Gigant, 1445 Meter Höhe, das hat in Österreich bald ein Berg drauf. Aber eine Stadt zu Füßen und oben am Gipfel ein Almhaus, das können dann doch nicht so viele. Das Stubenberghaus, so heißt die Almhütte im Besitz des Alpenvereins, ist Grazern im besten Alter ein Begriff, denn viele von ihnen waren schon in ihrer Kindheit mit den Eltern dort oben, einige haben dort sogar Geburtstage oder, noch besser, Hochzeit gefeiert. Lehrer sind mit ihren Schulklassen den Berg hinauf gewandert. Die Mutigen und Rabiaten auf der Direttissima die Seilbahntrasse hinauf oder zumindest hinunter, die über eine ordentliche Steilheit verfügt. Die Gemäßgteren die lauschigen Waldwege entlang, die weniger steil auf Umwegen von unten, der Talstation in St. Radegund, hinauf zum Gipfel führen.

Winter Wonderland am Schöckel, und das Stubenberghaus ist gleich ums Eck.

Eine Terrasse hat das Stubenberghaus, die ist sowas von einer Terrasse, dass es eine Freude ist. Der Blick: über die Wolken in die Unendlichkeit oder hinunter nach Graz. Rundherum:Wälder, im Winter selbst heutzutage noch ab und zu ein Wonderland. Früher konnte man auch noch Skifahren, das geht heute nicht mehr. Und die Alm ist ja auch noch da, im Sommer sind die Hochplateau-Flächen neben dem Gipfel ein beliebter Startplatz für Paragleiter, im Frühling bemalen diverse Almblumen die Wiesen mit ihren feurigen Farben. Der Schöckel rund ums Stubenberghaus ist jedenfalls für die Städter ein Refugium für die Flucht aus den Häuserschluchten in die Natur. Und das Stubenberghaus ist sein Zentrum. Ein weitgehend unbekannter, aber nichtsdestotrotz wunderschöner Ort. +++

Vorheriger ArtikelGeld unterm Kopfpolster? Was ist mit dem Wirtschaftssystem los?
Nächster ArtikelLeoparden und Trolle