Start Fritzfood Fischers Fritz, der See und die Fischsuppe

Fischers Fritz, der See und die Fischsuppe

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Klares Wasser, kalte Seen. Vorbei sind die warmen Sommertage, die lauen Nächte, das fröhliche Plantschen im warmen See. Auch der Herbst hat sich verabschiedet und der Winter mit seinen kalten Nächten und nebeligen Tagen hat uns fest im Griff. Eine ungemütliche Zeit für uns Menschen. Ich weiß, wovon ich rede, schließlich lebe ich an einem See. Am Mondsee genaugenommen, aber das wisst ihr ja inzwischen.

Aber der Winter tut den Fischen gut, wie schon die Schriftstellerin Anna Weidenholzer vom – fast – benachbarten Trauasee in ihrem roman geschreiben hat. Für die Fische in unseren Seen beginnt, wenn es kalt ist, eine Zeit der Ruhe. Im Sommer, im nährstoffreichen Wasser unserer Seen, haben sie Gewicht zugelegt, aber sie waren auch gestresst, weil zu viel los war, Touristen und so weiter. Im Winter ist das Wasser klar und kalt. Überall im und am Wasser ist es still. Sie fressen weniger, das Fleisch wird fester und geschmackvoller.

Seeforelle, Saibling, Zander, Hecht, Karpfen, Reinanke! Das sind die sogenannten “Edelfische“ die sich in unseren Seen tummeln. Ein unbezahlbarer kulinarischer Schatz, den die Natur uns bereitstellt.

Ich möchte euch heute die Basis für leichte und köstliche Fischsuppe zeigen. Es ist, wie immer bei mir, ihr seid das ja inzwischen schon gewohnt, kein verbindliches Rezept. Ihr könnt es nach eurem Geschmack und nach saisonal sowie örtlich unterschiedlichen Angeboten an Fisch oder anderen Zutaten abwandeln. Ich nehme als Basis Gemüsefond. Nach Möglichkeit verarbeite ich ganze Fische und nehme die Karkasse der Fische dazu, einen Fischfond zu erzeugen. Ich weiß schon, kochtechnisch nicht korrekt. Ich nehme die Gräten und den Kopf und lasse sie etwa eine halbe Stunde im Gemüsefond köcheln. Hat man keinen Gemüsefond, einfach die Fischreste mit etwas Wurzelgemüse in Weißwein köcheln lassen und mit etwas Wasser verdünnen. Während dieser Zeit Tomaten schälen, Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Feine Streifen von Frühlingszwiebel, Karotten und gelben Rüben dazu geben. Champignons und Stangensellerie in Scheiben schneiden, Petersiliengrün hacken. Es kann auch Zwiebel, Kraut, Knoblauch oder Paprika sein.

Und jetzt geht es ans Eingemachte. Filets von verschiedenen Fischen in fingerbreite Stücke schneiden und zur Seite legen. Den Fischfond abseihen, das Gemüse dazugeben und kochen bis es einen knackigen Biss hat. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Zitronenschale würzen. Die Fischstücke dazugeben und noch einige Minuten ziehen lassen. Mit geröstetem Weißbrot serviert, ist das ein wunderbares und leichtes Gericht.

Wünsche guten Appetit und einen schönen Sonntag. Euer Fritz.

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Fritz Neuwirth ist im westlichen Salzkammergut fast so etwas wie Kult. Jahrelang war er Betreiber der beliebten Marktmetzgerei am Mondseer Hauptplatz. Dann kam die Pandemie und das Wirt sein hörte auf, ihn so richtig zu freuen. Jetzt bloggt er als Kulinarik-Experte auf such*stuff.