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Fritz empfiehlt: Sonntagsjause mit Maroni, Speckdatteln und Terlaner Weinsuppe

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Herbstwetter, Nieselregen, feuchtkalt und nebelig. Wie gut, dass es schon früh dunkel wird und man es sich im warmen Heim gemütlich machen kann.

Ein guter Zeitpunkt, ein paar Freunde, Arbeitskollege, Nachbarn zu einem gemütlichen Sonntagnachmittag einzuladen. Denn es ist ja schon wieder Maroni-Zeit, und Glühwein oder Punsch geht ebenfalls bereits. Es muss ja keine aufwendige Veranstaltung sein. Also!

Das Angebot an Maroni ist groß und die Qualität ist gut. Mit meinen Maroni hat es eine ganz besondere Bewandtnis. BEi mir zu hause am Mondsee, in unserer Nachbargemeinde Unterach am Attersee, steht nämlich der nördlichste Edelkastanienwald Österreichs. Es ist ein wunderbarer Ort – und an schönen Herbsttagen sind dort unzählige Familien zum Kastaniensammeln unterwegs. Ich natürlich auch. Und dann, habe ich genug gesammelt, geht es los:

Ich gebe meine Maroni kreuzweise eingeschnitten auf ein Backblech, befeuchte sie leicht und schiebe sie bei 220°C ins vorgeheizte Backrohr. Aber nicht dass ihr glaubt, mit Maroni hat es sich. Zu einer ordentlichen Maronibraterei gehört viel mehr. Auf ein zweites Backblech gebe ich in Speck gewickelte Datteln. Und Dörrzwetschken kommen ungefähr fünf Minuten, bevor die Maroni fertig werden, ebenfalls ins Rohr. Erst mit fein geschnittenem Schinkenspeck, Bergkäse, Walnußbrot und Weintrauben ist die Jause dann meiner Meinung nach ausreichend bestückt. Als kleinen und feinen Abschluss empfehle ich außerdem eine Tasse Terlaner Weinsuppe. Sie ist schnell und einfach gemacht, bietet für die Gäste jedoch eine geschmacklich außergewöhnliche Abwechslung. Und das geht so:

In einer Kasserole (also einem Topf) einen halben Liter Rindsuppe, ein gutes Achterl trockenen Weißwein und ein Vierterl Obers leicht erwärmen. Mit Salz, Pfeffer und Zimt würzen. Jetzt vier Eidotter einrühren und vorsichtig erhitzen. Während des Erhitzens mit dem Schneebesen die Suppe schaumig rühren. (Mit einem Mixstab ist der Vorgang weniger anstrengend). Die Suppe darf nicht kochen, damit das Eigelb nicht ausflockt. Jetzt noch Milchbrotwürferl in Butter anrösten und mit Zimt bestreuen. Die cremige Suppe fülle ich in vorgewärmte Kaffeetassen und gebe ein paar Milchbrotwürfel drauf. Ein Genuss. Meine Gäste lieben es.

Damit verabschiede ich mich für heute von euch und wünsche euch einen geruhsamen Sonntag, euer Fritz

Ps. Diesmal gibt es keinen Weinvorschlag – aber ich bin neugierig, was eure Empfehlungen wären. Schreibt einen Kommentar oder geht auf die such*stuff Facebook-Seite und schlagt mir dort etwas vor!

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Fritz Neuwirth ist im westlichen Salzkammergut fast so etwas wie Kult. Jahrelang war er Betreiber der beliebten Marktmetzgerei am Mondseer Hauptplatz. Dann kam die Pandemie und das Wirt sein hörte auf, ihn so richtig zu freuen. Jetzt bloggt er als Kulinarik-Experte auf such*stuff.