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Knallrotes Superfood: Die Tomate

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Star unter den Gemüsen ist die Tomate, die Österreicher lioeben sie mehr als alles andere Grünzeug.

Kein Gemüse wird hierzulande so oft und gerne gegessen wie die Tomate. Zwar gibt es in Österreich mittlerweile ganzjährig eine durchaus nennenswerte Tomatenproduktion, die meisten Tomaten kommen jedoch aus dem Ausland. Der Verein Land schafft Leben hat sich mit dem Superfood Tomate näher beschäftigt:

Die Tomate ist das absolute Lieblingsgemüse der Österreicherinnen und Österreicher: Über 30 Kilogramm verdrückt jede und jeder von uns durchschnittlich pro Jahr. Zum Vergleich: Platz zwei und drei belegen Karotten und Salat, von denen wir 9,7 beziehungsweise 7,6 Kilogramm essen. Dass es die Tomate in derart großen Mengen auf unsere Teller schafft, liegt an den vielen verarbeiteten Lebensmitteln, für die Tomaten die Basis bilden, wie etwa Ketchup, Sugo oder Tomatenmark. Um den großen Bedarf an Tomaten zu decken, reicht die heimische Produktion aber nicht aus: Der Selbstversorgungsgrad liegt derzeit bei lediglich 18 Prozent.

 Jedes dritte Tomaten-Kilo kommt aus China 

China ist der weltgrößte Tomatenproduzent: Jedes dritte Kilo Tomaten kommt von hier, und das vor allem in verarbeiteter Form. Chinesische Tomaten werden so gezüchtet, dass sie sich besonders gut für die Verarbeitung eignen. Aus ihnen wird hauptsächlich Tomatenmark hergestellt, das anschließend per Schiff vorwiegend nach Italien gebracht und dort zu Tomatenprodukten weiterverarbeitet und verkauft wird – unter anderem nach Österreich.

Die Tomate ist das beliebteste heimische Gemüse.

Ersichtlich ist das für die Konsumentinnen und Konsumenten aber in der Regel nicht. Denn: Auf verarbeiteten Produkten muss nicht angegeben werden, woher die darin enthaltenen Rohstoffe stammen. Sofern also im Rahmen einer freiwilligen Kennzeichnung nichts anderes angegeben wird, ist die Chance groß, dass die Tomaten in Sugo, Ketchup und Co. aus China oder anderen Ländern wie Indien, Ägypten oder den USA stammen. Maria Fanninger, Mitbegründerin des Vereins Land schafft Leben, sagt dazu:

„Nur weil die Tomate zu Sugo oder Ketchup verarbeitet wurde, ist mir nicht plötzlich egal, woher sie kommt. Leider haben wir aber vor allem bei verarbeiteten Produkten nicht immer die Wahl zwischen regionaler und importierter Ware. Doch mit dem Wissen darüber, woher die Rohstoffe kommen, kann man sich wenigstens entscheiden: Brauche ich das Produkt wirklich? Oder gibt es – zumindest während der Tomaten-Saison von Juni bis November – nicht doch eine Alternative mit frischen Tomaten?“

 Wien produziert die meisten Austro-Tomaten 

Bei der frischen Ware sieht es anders aus. Hier steigt der Anteil heimischer Tomaten in der Gemüseabteilung an. In den vergangenen Jahren wurde in einige Millionenprojekte investiert, die in großen Glashäusern Frischtomaten für die Inlandsversorgung produzieren. Die meisten österreichischen Tomaten kommen übrigens aus Wien und Umgebung: 34 Prozent der Gesamtproduktion werden hier geerntet. Die höhere Jahresdurchschnittstemperatur und die kurzen Wege zu den Zentrallagern des Lebensmitteleinzelhandels machen diese Region für den Tomatenanbau attraktiv. +++

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